| Betriebliche Mitbestimmung

Digitalisierung schafft Arbeitsplätze

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat beim Betriebs- und Personalräteforum in der Mainzer Phönixhalle vor gut 900 Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern aus ganz Rheinland-Pfalz die großen Chancen des digitalen Wandels für die Arbeitswelt betont.
Ministerpräsidentin Malu Dreyer; Bild: Sämmer

Gleichzeitig unterstrich sie aber auch: „Wir werden nicht zulassen, dass die Digitalisierung zu einer Schwächung der betrieblichen Mitbestimmung führt.“

„Mit einer stärkeren Digitalisierung der Wirtschaft entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze in wichtigen Zukunftsbereichen in Industrie, Dienstleistung und Handel, vor allem im Mittelstand. Arbeitsorte werden flexibler und Telearbeit von zu Hause aus wird immer verbreiteter. Dadurch wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Außerdem könnten Unternehmen auch abseits der Ballungsräume gut existieren und sich vernetzen. Dadurch würden die Folgen des demographischen Wandels abgemildert.

Bei allen Chancen der digitalen Entwicklung dürften aber auch die Risiken nicht ausgeblendet werden. „Wir wollen schließlich weiterhin gute Arbeit mit sozialer Sicherung, guter Bezahlung, Mitbestimmung und Arbeitsschutz“, so die Ministerpräsidentin. „Arbeit und Freizeit müssen auch in Zukunft voneinander abgrenzbar bleiben. Wir müssen dafür sorgen, dass es bei neuen Beschäftigungsformen eine hinreichende soziale Absicherung gibt“, unterstrich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Außerdem müsse die Sicherheit von Beschäftigtendaten gewährleistet bleiben. „Die Aufgabe von Betriebsräten und Gewerkschaften wird sich in Zukunft sicherlich ebenfalls verändern – aber sie wird immer unverzichtbar bleiben“, stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer fest.

Die Fachkräftesicherung bezeichnete die Ministerpräsidentin als eine der vordringlichsten Aufgaben, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Die Landesregierung habe mit den Partnern des „Ovalen Tischs für Arbeit und Ausbildung“ in einem zweijährigen Diskussions- und Abstimmungsprozess eine umfassende „Landesstrategie zur Fachkräftesicherung in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Die Strategie deckt alle wichtigen Bereiche ab – von der Sicherung des Fachkräftenachwuchses über die Erschließung bislang ungenutzter Potenziale bis hin zum Erhalt vorhandener Kompetenzen.“ Eine wichtige Rolle spiele zudem die Frage, wie sich rheinland-pfälzische Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte als attraktive Arbeitgeber positionieren können. „Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser umfassenden Strategie einen guten Rahmen geschaffen haben, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren. Und ich freue mich, dass wir damit Vorbild für eine ähnliche Initiative auf Bundesebene sind, die Ministerin Andrea Nahles jetzt angestoßen hat“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zum Abschluss resümierte Staatssekretär David Langner, 2014 sei ein ereignisreiches Jahr gewesen, in dem Politik, Betriebsräte und Sozialpartner Vieles erreicht hätten. Hierbei hob er insbesondere die beschlossene Einführung des Mindestlohns zum 01. Januar 2015 hervor. Gleichzeitig wies der Staatssekretär aber auch auf die anstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre hin. „Die Zukunft der Arbeit vor dem Hintergrund der Globalisierung, Digitalisierung und des demografischen Wandels zu gestalten, ist eine große Aufgabe, die nicht kurzfristig abgearbeitet werden kann, sondern uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Um diesen Prozess zu gestalten, sind starke Betriebsräte, eine gute Sozialpartnerschaft und ein auf die neuen Entwicklungen angepasster rechtlicher Rahmen notwendig.“

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