„Menschen mit einer Duldung sind oft bereit im Grunde inakzeptable Verträge zu unterschreiben, nur damit sie eine Arbeit haben. Denn für sie ist der Nachweis einer festen Beschäftigung in der Regel Voraussetzung um einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu bekommen“, erklärt Integrationsministerin Irene Alt. „Betroffen sind aber auch Zugewanderte aus EU-Staaten, die bereit sind, sehr viel für ein geringes Einkommen hinzunehmen. Es gibt ganze Branchen, die nur Hungerlöhne zahlen“, fügt Arbeitsministerin Malu Dreyer an.
„Wir sind nicht bereit, bei diesem Thema wegzuschauen. Es ist inakzeptabel, wenn die Notsituation von Migrantinnen und Migranten ausgenutzt wird und die Menschen für Hungerlöhne arbeiten. Wir werden das sehr positive Verhältnis zu den Arbeitgebern in Rheinland-Pfalz nutzen, um mit ihnen gemeinsam Wege zur Verhinderung und Eindämmung solcher oft sittenwidrigen Beschäftigungsformen zu entwickeln“, so Arbeitsministerin Malu Dreyer und Integrationsministerin Irene Alt.
Hintergrundinformation:
Weitere Teilprojektpartner sind der DGB Berlin-Brandenburg und die Diakonie Wuppertal. Das Projekt ist Teil des Xenos-Programms der Bundesregierung, die Gesamtkosten in Rheinland-Pfalz in Höhe von 225.000 Euro übernehmen Bund und Land. Ziel des Projekts ist es, Beratungsangebote für Opfer von Arbeitsausbeutung aufzubauen. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit für die Problematik sensibilisiert werden.
Weitere Informationen:
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