| Winzer

Gute Chancen für Eiswein

Zum Ende des Anmeldeverfahrens für vorgesehene Eisweinernten, zieht die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Bilanz. Demnach wird in diesem Jahr in ungewöhnlich hohem Maß auf Eiswein gesetzt und die hohe Meldequote des Vorjahres sogar noch übertroffen.
Lese der Trauben für Eiswein
Noch ist es nicht soweit, aber die Meldequote für Eiswein ist hoch

Nach Ablauf der der Meldefrist lagen bei der Kammer Eisweinanmeldungen von 203 Betrieben vor (2015: 203). Die meisten Flächen liegen im Anbaugebiet Rheinhessen mit 118 ha (2015: 77), gefolgt von der Pfalz mit 34 ha (2015: 16,5).

Ob und in welchem Umfang die angemeldeten Eiswein-Flächen gelesen werden können, entscheidet allein der weitere Witterungsverlauf. Zur Eisweinlese müssen die Trauben bei der Kelterung noch durchgefroren sein (Weingesetz § 20). Dazu sind erfahrungsgemäß Temperaturen von mindestens minus 7°C über mehrere Stunden erforderlich.

Nach mildem Winter, kühlem und verregnetem Frühjahr und verspätetem Sommer waren die Aussichten auf den Weinjahrgang 2016 noch im August gedämpft gewesen. Ein perfekter Altweibersommer und ein sprichwörtlich Goldener Oktober stellten dann aber die Weichen zum Positiven.

Vielerorts ermöglichten gesunde Trauben lange Reifezeiten und starke Aromaausbildung - beste Voraussetzungen für Eiswein. Da es Dezember oder gar Januar werden kann, bis die dafür erforderlichen Bedingungen gegeben sind, müssen die Trauben, die auf diesen Frost warten sollen, möglichst gesund sein. Dazu wurden häufig auch Zwischenlesen durchgeführt, so dass am Ende nur die Trauben am Stock bleiben, die so lange durchhalten können.

Der Eisweinjahrgang 2015 konnte erst am 17. und 18. Januar 2016 und nur an wenigen ausreichend kalten Standorten eingebracht werden. Die Ausbeute war entsprechend gering.

Teilen

Zurück