| Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus

Monika Fuhr: Antisemitismusforschung dauerhaft stärken

„Die Bekämpfung von Antisemitismus ist und bleibt eine Daueraufgabe. Dabei sind alle Demokratinnen und Demokraten, gesellschaftspolitische Institutionen und politisch Verantwortliche gefragt, dauerhaft entschlossen Haltung zu zeigen und ihren Beitrag zur Bekämpfung von Antisemitismus zu leisten“, sagte die Beauftragte des Ministerpräsidenten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Monika Fuhr.
Porträtbild von Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen
Porträtbild von Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen

„Ich bin daher sehr dankbar, dass die Landtagsfraktionen von SPD, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP mit ihrem gemeinsamen Antrag, Antisemitismus wirksam bekämpfen – Verantwortung übernehmen – Solidarität leben‘ in der heutigen Landtagssitzung ihre klare Haltung zum Ausdruck bringen. Denn niemand, der nicht selbst betroffen ist, kann sich wirklich vorstellen, was es für Jüdinnen und Juden bedeutet, mit der dauerhaften Bedrohung durch Antisemitismus zu leben“, so Fuhr. „Jeder antisemitische Angriff ist auch ein Angriff auf unsere Demokratie, denn er bestreitet das Recht aller Bürgerinnen und Bürger, sicher und frei in unserem Land zu leben.“ 

Als wichtigen Punkt in dem Antrag bezeichnete die Beauftragte die Forderung nach einer dauerhaften Stärkung der Antisemitismusforschung, die alle Erscheinungsformen von Antisemitismus systematisch untersucht, um daraus konkret präventive Maßnahmen ableiten zu können. „Ich halte es für sinnvoll einen solchen Forschungsschwerpunkt auf Bundesebene zu etablieren, da alle Länder bei der Bekämpfung von Antisemitismus vor vergleichbaren Herausforderungen stehen und somit an den gewonnenen Erkenntnissen partizipieren könnten. Für eine solche Forderung werde ich im Kreis meiner Länderkollegin und meiner Länderkollegen sowie gegenüber dem Bundesbeauftragten werben.“ 

Positiv bewertet Monika Fuhr das vom rheinland-pfälzischen Kabinett in seiner Sitzung am 27. Januar beschlossene Landeskonzept „Gemeinsam handeln für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“. „Die Landesregierung macht damit erneut deutlich, wie wichtig es ihr ist, im engen Dialog mit jüdischen Partnerinnen und Partnern sowie mit der Zivilgesellschaft entschlossen gegen Antisemitismus vorzugehen und ihn wirksam zu bekämpfen“, sagte Fuhr.

„Das Thema ‚Bekämpfung von Antisemitismus und Sichtbarmachung jüdischen Lebens in unserem Alltag‘ steht auch immer wieder auf der Agenda der gemeinsamen Sitzungen mit meiner Länderkollegin und meinen Länderkollegen sowie dem Beauftragten der Bundesregierung, Dr. Felix Klein“, betonte Fuhr. 

Die nächste gemeinsame Sitzung der Bund-Länder-Kommission findet auf Einladung von Monika Fuhr am 9. und 10. März in Mainz statt. Die rheinland-pfälzische Beauftragte für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus hat zusammen mit Dr. Felix Klein (Vorsitz) für ein Jahr den Co-Vorsitz der Bund-Länder-Kommission inne.

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